Erasmus zu Gast in Oberpleis

Europa zu Gast in Oberpleis: Eine Woche voller Begegnungen und Zukunftsideen

Tränen zum Abschied, neue Freundschaften und der gemeinsame Blick auf die Technologie von morgen: Vom 18. bis 22. Mai erlebte die Petersberg Gesamtschule eine intensive europäische Projektwoche. Im Rahmen des Erasmus+-Programms durchlief eine Gruppe von 26 Jugendlichen gemeinsam mit ihren Lehrkräften ein dichtes Programm. Die weitgereisten Gäste aus Hatay (Türkei), Pinto (Spanien) und Beaune (Frankreich) lebten für diese Zeit in engagierten Gastfamilien, wodurch aus dem theoretischen Austausch schnell gelebter Alltag wurde.

Das Erasmus-Ziel: Projekte erarbeiten und Kultur erleben

Das Erasmus+-Programm der Europäischen Union setzt genau hier an: Es verbindet die sachliche Arbeit an gesellschaftlichen Zukunftsthemen mit dem persönlichen, kulturellen Austausch. Durch das Zusammenleben in den Familien wurden Sprachbarrieren schnell abgebaut und Vorurteile spielerisch überwunden. Die Jugendlichen lernten nicht nur miteinander zu arbeiten, sondern auch das Leben der jeweils anderen Kulturen ganz praktisch kennen.

Die Welt der KI: Zwischen Faszination und Ethik

Thematisch stand die Woche im Zeichen der Künstlichen Intelligenz (KI). Ein Höhepunkt war der Ausflug ins Deutsche Museum nach Bonn. In der aktuellen KI-Ausstellung zog besonders der humanoide Roboter „Ameca“ mit seinen verbülffend menschlichen Reaktionen die Jugendlichen in den Bann. Doch es blieb nicht beim reinen Staunen: In einem Workshop vor Ort setzten sich die Schülerinnen und Schüler kritisch mit den ethischen Fragen der Technologie auseinander.

Zurück in den Klassenräumen in Oberpleis wurde die Projektarbeit kreativ vertieft. Ein Workshop untersuchte die Auswirkungen von KI auf die menschliche Kreativität am Beispiel der Bildenden Kunst. In einem weiteren Modul entwarfen die gemischten Teams verschiedene Zukunftsszenarien und diskutierten, wie KI unsere Welt im Guten wie im Schlechten verändern kann.

Kulturprogramm und feierlicher Abschluss

Neben den Workshops kam auch das Kennenlernen der Region nicht zu kurz. Bei Sightseeing-Touren durch Köln und Bonn erlebten die Gäste das Rheinland von seiner besten Seite.

Königswinters Bürgermeisterin Heike Jüngling besuchte die Projektgruppe, um den Jugendlichen ihre Teilnahme-Zertifikate persönlich zu überreichen. In ihrer Ansprache lobte sie das Engagement der Schülerinnen und Schüler für das europäische Miteinander und hob hervor, wie wichtig es sei, dass sich die europäische Jugend schon heute so intensiv und kritisch mit zukunftsweisenden Technologien wie der Künstlichen Intelligenz auseinandersetzt. Wie tief die Verbindung in der kurzen Zeit geworden war, zeigte sich kurz darauf beim Abschied: Hier flossen auf allen Seiten reichlich Tränen.

Ein wertvoller Impuls für den Schulalltag

Für die Schule war das Projekt ein voller Erfolg. „Austauschprogramme wie dieses sind ein wertvoller Impuls für unseren gesamten Schulalltag“, zog Schulleiter Godehard Mai ein positives Fazit. „Sie zeigen, wie wir internationale Partnerschaften ganz natürlich im Schulleben verankern und den Jugendlichen wichtige Kompetenzen für eine vernetzte Welt mit auf den Weg geben können.“ Die Vorfreude auf die kommenden Gegenbesuche in den Partnerländern ist bei allen Beteiligten bereits jetzt groß.

 

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