Zehntklässler reinigen Stolpersteine

Reinigung der Stolpersteine in Niederdollendorf – Aktion der Klasse 10 d

Am 11. Juni 2026 machte sich die Klasse 10 d auf den Weg nach Königswinter-Niederdollendorf, um dort Stolpersteine zu reinigen. Die Aktion fand im Rahmen einer Unterrichtsreihe im Fach Geschichte zum Zweiten Weltkrieg und zum Nationalsozialismus statt.

Stolpersteine sind kleine, in den Gehweg eingelassene Gedenksteine. Sie erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden, darunter Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie weitere Opfergruppen. Auf den Steinen stehen unter anderem die Namen der Opfer, ihr Geburtsdatum, ihr Schicksal sowie häufig auch das Datum der Deportation oder des Todes. Die Stolpersteine befinden sich meist vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnort der jeweiligen Person. Vor der Reinigung waren viele Steine stark verschmutzt, sodass die Gravuren kaum noch lesbar waren und leicht übersehen werden konnten. Die Schülerinnen und Schüler putzten die Stolpersteine mit Schwämmen und Scheuermilch, bis sie wieder golden glänzten. Neben jeden gereinigten Stein legten sie außerdem eine weiße Rose als Zeichen des Gedenkens an die ermordeten Menschen.

Ziel der Aktion war es, ein Zeichen gegen das Vergessen der Verbrechen der Nationalsozialisten zu setzen. Die Stolpersteine machen Geschichte im Alltag sichtbar und erinnern daran, dass hinter jedem Namen ein Mensch mit einer eigenen Geschichte, Würde und Identität stand. Durch die Reinigung und das bewusste Gedenken wurde deutlich, wie wichtig Erinnerungskultur auch heute noch ist. Die Klasse 10d setzte damit ein Zeichen für Respekt, Menschlichkeit und Verantwortung.

von Amy und Celina, Klasse 10d

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